Partager l'article ! Eine kleine Insel voller Mystik: Reise von Sydney nach Santiago (28.April 2010) Welch schwieriges Unterfangen, von einem Kontinent auf ...
Reise von Sydney nach Santiago (28.April 2010)
Welch schwieriges Unterfangen, von einem Kontinent auf den nächsten zu kommen. Dafür mussten wir früh aufstehen. Aber das war nicht das Schlimmste. Denn unser Start wurde alle 30 Minuten um weitere 30 Minuten verschoben. Warum? Naja, aufgrund von Problemen mit einer Maschine. Vertrauenserweckend für einen 13 Stunden Flug! Der Pilot machte einen Test nach dem anderen und nach guten 2 Stunden hat es dann geklappt und er war guten Mutes, das Flugzeug oben halten zu können und hieß uns an Bord willkommen. Ich stieg mit gemischten Gefühlen ein, eigentlich jedes Mal, aber dieses Mal war es besonders komisch. Aber es gab keine andere Möglichkeit. Letztendlich sagte ich mir, dass Quantas immerhin die sicherste Airline ist und dass man dem Käptn schließlich vertrauen muss.
Mit 2 Stunden Verspätung kamen wir also in Buenos Aires, unserem Umsteigeflughafen an. Aber unseren Anschlussflieger haben wir nur noch
wegfliegen sehen. Somit hat man uns in die nächste Maschine gesetzt, aber diese flog erst 7 Stunden später
. Toll, verbringen wir also den ganzen Tag auf dem Flughafen! Nach 13 Stunden Flug und schlechter Nachtruhe zu lange, zumal der Flughafen
dem von Schöngleina ähnelte. Nichts mit Metropole. Haben uns die Zeit dann mit Hostelsuche in Santiago vertrieben, denn zu unserer späten Ankunftszeit wollten wir sicher sein, ein Bett zu
haben.
Am späten Abend in Santiago angekommen sind wir auf einen supernetten Taxifahrer gestoßen, der uns sogar mit Wangenkuss verabschiedet hat. Und dann hieß es auch sofort Gute Nacht. Gut ja, nach dem Zähnerputzen!
Osterinsel (30.April 2010 – 5. Mai 2010)
Nach einem ruhigen Tag in Santiago (der war notwendig), sind wir am nächsten Morgen sehr früh auf zum nächsten Flug gefahren. Diesmal lief alles glatt. Nach 5 Stunden Flugzeit kamen wir auf der kleinen polynesischen Insel (12 x 24 km), mitten im Pazifik gelegen, an, die ihren Namen nach dem Entdeckungstag, dem Ostersonntag 1722, bekommen hat. Der eigentliche Name ist Rapa Nui. Der Flughafen, eine einfache Halle, nichts Großes, war zu unserer Ankunft sehr geschäftig. Alle Zimmervermieter waren anwesend und warben um Gäste. Somit war es für uns nicht schwer, auch eine kleine Bleibe zu finden.
Nach dem Rucksack-Abstellen sind wir auch sofort los auf Erkundungsreise. David konnte es gar nicht abwarten, die Statuen zu sehen. Für Ihn war es ein großer Traum, auf diese Insel zu kommen. Also ich hinterher. Angefangen haben wir mit den Plätzen, die gleich um die Ecke der Stadt gelegen waren. Das war genug für einen Nachmittag. Die Stellen waren zwar nicht groß, d.h. 1 oder maximal 4 Statuen im Komplex, aber sie waren schon sehr beeindruckend: riesig, mit großen offenen Augen, die einen durchbohren und immer folgen und einem immensen roten Hut. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, was noch so auf uns zukommt.
Eine Tour im Museum war sehr aufschlussreich. Somit haben wir einiges über die Insel, deren Bewohner und die berühmten Statuen gelernt. Insgesamt wurden über 850 Moai, so heißen die Steinfiguren, von den verschiedenen Volksstämmen produziert. Dies geschah im Steinbruch der Insel, einem von 3 Vulkanen, die die Insel bildeten. Dort befinden sich immer noch ungefähr die Hälfte, also 400 Statuen. Von der Mitte der Insel sind die Statuen dann an die Küste transportiert worden (wie das geschah, dafür gibt es verschiedene Theorien). Dort wurden sie zu Ehre ihres Ahnen (ähnlich einem Gott) aufgebaut, mit Blickrichtung zum Landesinneren, um die Einwohner zu beschützen. Nur eine einzige Stelle befindet sich in der Inselmitte und die Statuen schauen aufs Meer. Warum? Das weiß keiner so genau.
Während unseres Aufenthaltes haben wir auch viele Bekanntschaften mit den unterschiedlichsten Personen gemacht. In unserer Unterkunft haben
wir Alberto, einen Chilenen, getroffen, der uns einige Reisetipps hier auf der Insel aber auch für Chile geben konnte. Sehr nett die Chilenen. Dies haben wir auch schon in Santiago beobachtet.
Auch 2 Russinnen aus Australien waren da (ehrlich, wir sind besser in Englisch als sie, die schon mehr als 30 Jahre dort leben). Sehr nett aber auch sehr anstrengend. Mehr zufällig sind wir auf
Mjuki und Yoko aus Japan getroffen, als wir die Eintrittstickets kaufen wollten. Die nette Dame der Touri-Info teilte uns mit (aber nicht den beiden Japanerinnen), dass am nächsten Tag der
Eintritt von 10$ auf 60$ für Ausländer ansteigen würde und dass es besser wäre, die Tickets heute noch zu kaufen. Na klar!!! Dies teilten wir dann den Beiden mit, die sehr froh darüber waren. Und
so machten wir Bekanntschaft. Wir teilten uns ein Taxi bis zum Parkeingang. Unser Taxifahrer
war auch sehr lustig und gestaltete die Tour wie eine Sightseeingtour. Wir lachten oft, als die Beiden mit Kamera bewappnet, aus dem Auto sprangen und wild um sich herum fotografierten. Mit Yoko
haben wir uns sogar noch in Santiago getroffen. Mjuki war eher der Sausewind, der vorher in Kanada gearbeitet hat, nun eine 3-monatige Tour durch Zentral- und Südamerika macht (wie ein
Wettrennen), um dann nach Japan zurückzukehren, um sich einen Ehemann zu suchen
. Zu wild für uns! Und „last but not least“ sind wir auf Toni, einen Spanier gestoßen. Aber darüber mehr in den nächsten Zeilen.
In den 4 Tagen, die wir auf dieser kleinen Insel verbracht haben, haben wir alle Moais ausgiebig besichtigt, zu Fuß, per Auto und mit Fahrrad.
Angefangen haben wir mit einer Wanderung. Diese war mit 10 km ausgezeichnet. Eine nette Strecke für den Nachmittag dachten wir uns! Letztendlich wissen wir nicht, wie lang sie wirklich war, auf
jeden Fall keine 10! Denn wir waren relativ schnell unterwegs und waren zu Sonnenuntergang immer noch nicht am Ende. Somit also wieder zurück zu Toni, den interessanten Spanier. Der hat uns bei
dieser Wanderung mit seinem Auto aufgesammelt und uns noch die letzten Stationen dieser Runde gezeigt. Somit haben wir die Wanderung doch abgeschlossen
. Für den nächsten Tag hat er uns auf eine Inseltour eingeladen, so dass wir das Auto mit ihm teilen konnten. Welch Glück! Somit
mussten wir kein Auto mieten, was hier super teuer ist, wie alles andere auch. Das Los einer Insel.
An diesem Tag stellte sich auch raus, warum er so interessant ist und so viele Geschichten über die Länder der Welt kannte. Er war Realisateur für Reisereportagen und ist nun seit 3 Jahren, aber insgesamt für 5 Jahre, also noch 2 Jahre, mit seinem Auto auf Weltreise. Ihr seht, es geht noch krasser!!! Dagegen sind wir Zwei lächerlich.
So sind wir also mit ihm die Insel und alle restlichen Moai abgefahren: den Vulkan Rano Raraku, der Steinbruch der Insel – wow, Ahu Tongariki,
die größte und die einzig restaurierte Stelle mit insgesamt 15 Statuen (restauriert von den Japanern), Ahu Akivi, die Stelle im Landesinneren, Anakena Beach, weißer Sandstrand, Puna Pau, den
Berg, aus dem die Statuen ihre roten Hüte herbekamen. Er fuhr wie ein Henker, das habe ich am Vortage schon mitbekommen. Da saß ich auf dem Vordersitz
und schnippte auf und ab. Er fuhr nicht schnell, nein, aber durch
alle Löcher der Sandstrassen. „Ist nicht so schlimm“, sagte er, denn es war ein 4x4. So macht er es wohl auch mit seinem Auto und das hält es aus. Heute saß ich hinten, in Sicherheit, und konnte
David hoch und runter schnippen sehen.
Für unseren letzten Tag auf der Insel haben wir uns was Besonderes aufgehoben – eine Fahrradtour. Weil uns die Statuen so gefallen hatten,
aber ein Auto so teuer war, haben wir uns für das Zweirad entschieden. Die Insel ist ja nicht so groß! Das Blöde war nur, dass es sehr windig war, was sich aber erst draußen am Meer gezeigt
hatte. Also war ich frohen Mutes aufs Fahrrad gestiegen, habe es aber auch schon bald wieder bereut. Aber der innere Schweinehund wollte es wissen. Mit steifem Gegenwind ging es also um die
Insel, immer mal wieder gestoßen und gezogen vom starken Beifahrer
. Zum Verschnaufen ging es nach 2 Stunden immer-gegen-den-Wind-strampeln wieder mal ins windstille Landesinnere. Uff. Aber als dann noch die Berge
dazukamen, hörte der Spaß dann ganz auf. Ich war alle! Über die Berge musste ich aber doch laufen. Gott sei Dank ging es dann fast nur noch bergab. Aber Erholung war noch lange nicht angesagt.
Sondern Stress! Nach der Dusche musste ich noch zur Diner-Verabredung mit Toni laufen, und wieder zurück bis zum Bett! Meine Beine – aua…
Aber trotz all der Torturen haben wir unseren Aufenthalt hier auf der mystischen Osterinsel sehr genossen. Das Schlechte vergisst man ja schnell wieder und erinnert sich nur noch an das Gute!!! Und davon gab es genug.
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