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San Francisco (3.August 2010 – 7. September 2010)
In dieser schönen Stadt am Pazifischen Ozean haben wir uns einen Monat zur Ruhe gesetzt. Naja, so stimmt das nicht ganz, denn faul waren wir ganz und gar nicht. David hat sich zu einem Englisch-Auffrischungskurs eingeschrieben und ich habe meine physischen Kräfte wieder auf Vordermann gebracht. Die bisherigen 9 Reise-monate haben Spuren bei mir hinterlassen, die Batterien waren völlig leer. Dieses Programm hat uns aber auch schon wieder an einen geregelten Tages- und Wochenrhythmus gewöhnt, d.h. 7 Uhr aufstehen, „Arbeit“, abends heimkommen, die Wochenenden genießen. Und ein anderer großer Vorteil, der sich aus dieser Pause ergeben hatte, war, dass wir den Rucksack einmal für eine gewisse Zeit in die Ecke stellen konnten, unsere Sachen mal wieder aus einem Schrank holen konnten und in ein und demselben Bett schlafen konnten. Unsere Herberge fanden wir in einer Wohngemeinschaft mit einer manchmal seltsamen Omi.
Aber keine Angst, natürlich haben wir nebenher auch die Stadt erkundet. Die Strassen von San Francisco sind ja berühmt, ein ständiges Auf und Ab. Den Spaß mit der „Cabel-Car“ haben wir uns auch einmal gegönnt. Ansonsten waren wir meistens zu Fuß unterwegs. Beim Schlendern durch die verschiedenen Viertel, z.B. Castro, Noe Valley, The Haights, kann man viele herrliche Häuser im viktorianischen Stil bestaunen und neidisch werden. Ok, manchmal sind sie etwas zu überladen, voller Verzierungen, aber im Großen und Ganzen sind sie hübsch. Parks hat diese Stadt auch zu bieten. Vor allem bei schönem Sommerwetter zieht es die Leute zum Picknick raus und dann sind sie völlig überlaufen. Wie Paris im Sommer. Aber hier ist es zu verstehen, denn der August gibt nicht viele Sonnentage her. Meist scheint es einem wie im November, grauer Nebel, der vom Pazifik reinschwimmt, und eiskalte Temperaturen. Dabei wollte ich doch endlich mal wieder Sonne und Hitze. Ein paar Tage, 4 ungefähr in diesem Monat, hat das auch geklappt. Aber das war’s dann auch schon.
Am Ende unseres San Francisco Aufenthaltes gab es noch eine tolle Überraschung. Vanessa, eine Freundin aus Frankreich, aber jetzt in Kanada
stationiert, hat sich zu einem Kurzbesuch angesagt. Das haben wir natürlich nicht abgelehnt. Somit konnten wir ihr und Nicolas, einem anderen Franzosen, „unsere Stadt“ zeigen. Einen Tag war es
besonders lustig. Wir haben uns das Abenteuer mit dem Tandem gegönnt. In Zweiergruppen ging es am Meer entlang bis zur Golden Gate Bridge. Anfangs waren ganz schöne Schlängellinien in unserem
Kurs. Aber es dauerte nicht lange, da hatten wir es raus. Die Herren saßen auf dem Vordersitz und wir Damen hinten, d.h. die Herren kümmerten sich um das Lenken und Schalten und wir um die schöne
Aussicht rechts und links von uns gelegen, denn nach vorne hin hatten wir keine Sicht. Aber geradelt haben wir auch!!! Manchmal ein bisschen weniger, wie Vanessa am Ende mitteilte, aber wenn man
einen Triathlet vor sich sitzen hat, dann ist das zu verstehen
. Am Ende hat uns dieser Besuch noch einmal erlaubt,
all die für uns schönen Ecken zu besuchen, bevor es hieß Abschied zu nehmen.
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